『ニーベルンゲンの歌』は、中世ドイツ文学を代表する英雄叙事詩です。全39の「冒険」から成り、王女クリームヒルト、英雄ジークフリート、ブリュンヒルト、ハーゲンらの運命が、壮大な物語として語られます。
この連載では、Karl Bartsch 編『Das Nibelungenlied』1867年版を底本に、各冒険を現代語で読みやすく訳しています。記事の最後には、使用した原文も掲載しています。本記事の現代語訳は、当サイトによる新釈です。無断転載はご遠慮ください。
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【第二の冒険】要約
同じころ、ネーデルラントにはジークフリートが育っていた。
彼はジークムント王とジーゲリントの子であり、若いころからすでに驚くべき働きをしていた。大切に育てられ、騎士となる年齢に達すると、父によって、同じ年ごろの若者たち数百人とともに騎士に叙された。
祝宴は七日目まで続いた。若きジークフリートは封土を分け与えたが、両親が生きているあいだは王冠を戴こうとはしなかった。
【第二の冒険】ジークフリート
そのころ、ネーデルラントには高貴な王子が育っていた。父の名はジークムント、母はジーゲリント。広く知られた豊かな城に住んでいた。ラインの下流にあるその城は、ザンテンと呼ばれていた。
彼の名はジークフリート。すばやく、すぐれた勇士であった。若々しい心に駆られて、彼は多くの国を訪れた。自らの力を試すため、いくつもの土地へ馬を進めた。ああ、のちに彼はブルグントで、どれほど多くの勇士たちに出会うことになるのか。
若き日々、その最も輝かしい時代に、ジークフリートについては、遠くまで多くの不思議な話が語られていた。どれほど立派に成長したか、どれほど美しい姿であったか。多くの美しい婦人たちが、彼に愛を寄せた。
彼はふさわしいように、心を尽くして育てられた。けれども、最もすぐれた徳は、彼自身の心のうちから生まれたものであった。そのため彼は、父の国の誇りとなった。何をしても、人々は彼を見事な若者だと認めたのである。
やがて彼は成長し、宮廷に姿を現すようになった。人々はみな、ことに婦人たちは、喜んで彼を見つめた。彼女たちは、彼がいつも宮廷へ来てくれることを願った。多くの者が彼に好意を寄せた。若き君主も、そのことに気づいていた。
人々はこの若者を、決して守りもなく馬で行かせることはなかった。ジークムントとジーゲリントは、彼に美しい衣を着せた。名誉を知る年長の者たちが、彼を見守った。そうして彼は、国と民を治めるために必要なことを学んでいった。
今や彼には、武具を身につけるに足る力があった。そのために必要なものも、すべて十分に備わっていた。彼は美しい婦人たちへ心を向けるようになった。婦人たちもまた、勇敢なジークフリートを誉れある若者として喜んで見つめた。
そこで父ジークムントは、家臣たちを招いた。親しい友らとともに祝宴を開こうとしたのである。その知らせは、ほかの王たちの国にも広まった。国の者にも異国の者にも、彼は馬と衣を与えた。
まだ騎士となっていない者がいれば、生まれによってその資格を持つ高貴な若者たちを、人々は祝宴のため、その国へ招いた。彼らは若き王子とともに、騎士叙任を受けた。
その祝宴の驚くべき噂は、遠くにも近くにも聞こえた。ジークムントとジーゲリントは、惜しみなく財を分け与え、それによって大きな名誉を得た。そのため多くの異国の者たちが、彼らの国へ馬を進めてやって来た。
四百人の剣の勇士たちが、ジークフリートとともに騎士の衣を受けることになっていた。多くの美しい乙女たちが、その準備に忙しく立ち働いた。すべては彼のため、心を込めてなされたのである。婦人たちの手は、多くの高貴な宝石を黄金の飾りへと織り込んだ。
彼女たちはそれを縁飾りとともに、若く誇り高い勇士たちの衣へ縫い入れた。そうするのがふさわしかった。主は、多くの勇敢な男たちのために座席を整えさせた。夏至の祝宴において、ジークフリートは騎士の身分を得た。
そこで多くの富める小姓たちが、聖堂へ向かった。また、多くの高貴な騎士たちも向かった。年長の者たちは正しく振る舞った。かつて自分たちがそうされたように、若者たちに仕えたのである。そこには十分な楽しみと、大きな喜びが満ちていた。
神を讃えてミサが歌われると、人々のあいだには大きな動きが起こった。彼らが騎士の法と務めに従って、騎士となったからである。これほど大きな名誉をもって行われることは、そうたやすく再び起こるものではない。
彼らは、飾り鞍を置いた馬を見つけると、そこへ駆け寄った。ジークムントの宮廷では、激しい馬上試合が始まり、館も騎士の広間も鳴り響くほどであった。勇敢な者たちは、みな大きな音を立ててぶつかり合った。
年長の者からも若者からも、槍を交える音が響いた。槍柄の折れる音は、空へと高く上がった。多くの勇士たちの手から、破片が館のほうへ飛んでいくのが見えた。彼らは皆、その戦いに熱中していた。
主は、それをやめるよう命じた。人々は馬を引いていった。そこには、強い盾の突起がいくつも砕けていた。輝く盾の金具から、多くの高貴な宝石が草の上へ落ちていた。激しい衝突の力が、それを引き起こしたのである。
それから客人たちは、それぞれ割り当てられた席に着いた。高貴な料理によって、彼らの疲れは癒やされた。さらに、豊かに運ばれた最上の葡萄酒もあった。国の者にも異国の者にも、十分なもてなしが示された。
彼らは一日中、これほど多くの楽しみを得ていたが、楽師たちの一団は、少しも休むことがなかった。彼らは、そこに豊かに用意された贈り物を求めて演奏した。そのため、ジークムント王の国全体が誉れ高く語られた。
そこで君主は、若きジークフリートに、国と城々を授けるよう命じた。かつて自分にもそうなされたように。ジークフリートは、剣をともにする仲間たちに贈り物を与えた。そのため彼らは、この国へ来たことを心から喜んだ。
祝宴は七日目まで続いた。富めるジーゲリントは、古くからの習わしに従い、息子への愛のために、赤き黄金を分け与えた。そのおかげで、人々はますます彼に心を寄せるようになった。
楽師たちの中には、貧しいまま残る者はひとりもいなかった。馬も衣も、惜しげもなく彼らの手へ渡された。まるで、この世の終わりが近いかのような気前のよさであった。これほど豊かな贈り物は、どの家でも見られなかった。
人々は誉れと名誉のうちに、その祝宴を終えた。国の有力者たちは、はっきりと口にした。この若者は、自分たちの主君となるにふさわしい、と。だが、ジークフリート殿はそれを望まなかった。この見事な若者は。
ジークムントとジーゲリントの二人がまだ生きているうちは、彼らの愛する子は、王冠を戴こうとはしなかった。けれども、諸国で力をふるう者たちを抑えること、それこそが、勇敢で大胆なこの勇士の望みであった。
※底本:Karl Bartsch 編『Das Nibelungenlied』Leipzig: F. A. Brockhaus, 1867年版を使用。
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資料:【第二の冒険】原文
以下の原文は、Karl Bartsch 編『Das Nibelungenlied』1867年版をもとに、当サイトで読みやすいよう書き起こしたものです。誤字・脱字があった場合も、当サイトでは責任を負いかねます。
The following original text has been transcribed by this site for readability, based on Karl Bartsch’s 1867 edition of Das Nibelungenlied. This site assumes no responsibility for any typographical errors or omissions.
Der folgende Originaltext wurde auf Grundlage der von Karl Bartsch herausgegebenen Ausgabe von Das Nibelungenlied aus dem Jahr 1867 von dieser Website in lesbarer Form transkribiert. Für etwaige Tippfehler oder Auslassungen übernimmt diese Website keine Verantwortung.
Zweites Abenteuer.
Siegfried.
Zu derselben Zeit erwuchs im Niederland Siegfried, der Sohn König Siegmund’s und der Siegelind, der schon in jungen Tagen Wunderbares vollbrachte. Nach sorgfältiger Erziehung ins rittermäßige Alter getreten, wurde er von seinem Vater mit vielhundert Altersgenossen zum Ritter geschlagen. Das Fest währte bis zum siebenten Tage; der junge Siegfried theilte Lehen aus, wollte aber bei Lebzeiten seiner Aeltern nicht die Krone tragen.
20
Da wuchs im Niederlande ein edles Königskind,
Siegmund hieß sein Vater, die Mutter Siegelind,
In einer reichen Veste, weithin wohlbekannt,
Drunten an dem Rheine, die war Santen genannt.
21
Siegfried war geheißen der Degen schnell und gut.
Gar manches Reich besucht’ er in frühlichem Muth.
Des Leibes Kraft erprobend, ritt er in manches Land.
Hei! wie viel schnelle Degen er in Burgund später fand!
22
In seinen jungen Tagen, in seiner besten Zeit,
Erzählte man von Siegfried viel Wunder weit und breit,
Wie herrlich er erwüchse, wie schön er war zu schaun.
Ihm schenkten ihre Minne viele wonnige Fraun.
23
Man zog ihn auf mit Sorgfalt, wie das geziemend war;
Doch bot die beste Tugend sein eigen Herz ihm dar.
Drum ward er zur Zierde für seines Vaters Land,
Weil man in allen Dingen ihn so herrlich erfand.
24
Er war nun so erwachsen, daß er bei Hof erschien.
Gern sahen alle Leute zumal die Frauen, ihn;
Die wünschten, daß sein Wille ihn führte stets dahin.
Hold wurden ihm gar viele; das merkte wol des Herren Sinn.
25
Unbehütet reiten ließ man nie das Kind.
Mit Kleidern hieß ihn schmücken Siegmund und Siegelind;
Ihn hüteten die Alten, denen Ehre kund,
Wodurch er Land und Leute zu gewinnen verstund.
26
Nun hatt’ er die Stärke, daß er wol Waffen trug;
Was er dazu bedurfte, des hatt’ er genug.
Er wandte seine Sinne auf die schönen Fraun;
Die mochten wol mit Ehren den kühnen Siegfried gerne schaun.
27
Da lud sein Vater Siegmund seine Mannen ein,
Er woll’ ein Fest begehen mit lieben Freunden sein.
Die Märe ward verbreitet in andrer Kön’ge Land.
Den Heimischen und Fremden gab er Roß und Gewand.
28
Wo Einer ward gefunden, der noch nicht Ritter war,
Bestimmt dazu durch Herkunft, der edeln Knappen Schar
Lud man nach dem Lande zu dem Festgelag;
Mit dem jungen König empfingen sie den Ritterschlag.
29
Wunder von dem Feste vernahm man fern und nah.
Siegmund und Siegelind die erworben da
Mit ihrem Gut sich Ehre, das ausgetheilt ihre Hand;
Drum sah man viele Fremde zu ihnen reiten in das Land.
30
Vierhundert Schwertdegen sollten Ritterkleid
Mit Siegfried dort empfangen. Gar manche schöne Maid
War da vollauf beschäftigt, denn ihm war alles hold.
Der Frauen Hand verdrillte viel edle Stein’ in das Gold;
31
Die legten sie mit Borten in die Kleider ein
Den jungen stolzen Recken; nicht anders durft’ es sein.
Der Wirth ließ Sitze richten für manchen kühnen Mann
Am Sonnenwendenfeste, wo Siegfried Ritterstand gewann.
32
Da ging dahin zum Münster manch reicher Edelknecht
Und mancher edle Ritter. Die Alten thaten recht,
Daß sie den Jungen dienten, wie ihnen einst geschah.
Kurzweil die Fülle und große Freude herrschte da.
33
Als man da Gott zu Ehren eine Messe sang,
Da hub sich von den Leuten ein gewalt’ger Drang,
Da sie Ritter wurden nach Ritterrecht und Pflicht,
Mit so großen Ehren so leicht geschieht es wieder nicht.
34
Sie liefen wo sie fanden manch Roß mit Sattelz Zier.
Da ward auf Siegmund’s Hofe so stark das Turnier,
Daß man ertönen hörte Haus und Ritterjaal.
Großes Schallen machten die kühnen Degen allzumal.
35
Von Alten und von Jungen mancher Stoß erklang,
Daß der Schäfte Brechen in die Lüfte drang.
Splitter sah man fliegen an dem Haus dahin
Aus manches Recken Händen; darauf stand eifrig ihr Sinn.
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Der Wirth bat es zu lassen; man zog die Rosse fort.
Manch starken Schildesbuckel sah man zerbrochen dort,
Viel der edeln Steine fielen auf das Gras
Von lichten Schildesspangen; die Wucht des Anpralls machte das.
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Da setzten sich die Gäste, wie’s jedem zugetheilt.
Da ward mit edler Speise die Müdigkeit geheilt
Und mit dem besten Weine, den man in Fülle trug.
Den Heimischen und Fremden bot man da Ehren genug.
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So viel sie Kurzweile gehabt den ganzen Tag,
Das Volk der Spielleute doch nimmer ruhig lag;
Sie dienten um die Gaben, die man da reichlich fand;
Drum ward mit Lob geziehet König Siegmund’s ganzes Land.
39
Es hieß den jungen Siegfried der Fürst verleihen da
Das Land und die Burgen, was sonst von ihm geschah.
Seine Schwertgenossen beschenkte seine Hand;
Da freute sie die Reise, daß sie gekommen in das Land.
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Bis zum siebten Tage das Fest dahin sich zog.
Siegelind die reiche der alten Sitte pflog,
Daß sie dem Sohn zu Liebe vertheilte rothes Gold;
Sie konnt’ es wol verdienen, daß ihm die Leute waren hold.
41
Der Spielleute keinen man da arm noch fand.
Roß’ und Kleider stoben ihnen von der Hand,
Als ob des Lebens Ende ihnen wäre nah.
So großer Gaben Fülle man in keinem Hause sah.
42
Mit Lob und Ehre führten sie das Fest hinaus.
Die Mächtigen des Landes sprachen das wol aus,
Der Jüngling stehe ihnen wol zum Herren an;
Herr Siegfried aber wollte das nicht, der waidliche Mann.
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Da noch Beide lebten, Siegmund und Siegelind,
Nicht wollte Krone tragen so lang’ ihr liebes Kind.
Doch die Gewalt’gen zwingen, das war sein Bemühn,
Die in den Landen fürchtete der Degen muthig und kühn.



